Kurt Tucholsky: Südfrüchte (1926)
Ob vom Oberkellner oder Chef-"Dippelmaten": "Saure Jurke is keen Kompott!" (Weltbühne, 11.5.1926).
Ob vom Oberkellner oder Chef-"Dippelmaten": "Saure Jurke is keen Kompott!" (Weltbühne, 11.5.1926).
Ein Berliner Großmaul erzählt aus der Weltstadt - irgendwo zwischen "Paris is nischt" und "Manches ist ja schon fabelhaft..." (Weltbühne, 4.5.1926).
Was seine abgelegten Kleidungsstücke nächtens über den Herrn Landgerichtsdirektor verraten ... (Weltbühne, 4.5.1926).
"Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen keine sinnlosen Milliardenausgaben... und wir arbeiten nicht für den Mord." Engagiertes politisches Plädoyer gegen die vom Chef der Heeresleitung, Hans von Seeckt, im Parlament durchgesetzte Anhebung des Militäretats ("Das Andere Deutschland", 1.5.1926).
Peter Panter beschaut sich im Pariser Louvre die beflissenen Museumsbesucher, die der Venus einen Besuch abstatten (Vossische Zeitung, 28.4.1926).
So "macht" man heute Literatur, Theater und Film - entlarvendes Interview mit einem "Reclam-Dichter": "Einrichten, nennt man diß..." (Weltbühne, 27.4.1926).
Ein launiger Bericht aus der ersten Parkett-Reihe des Pariser "Moulin Rouge" zwischen tosenden Orchesterklängen, nackten Mädchenbeinen und dem Auftritt der legendären Diseuse Minstinguett (Vossische Zeitung, 25.4.1926).
In der ganz persönlichen Grußadresse von 1926 erweist es sich: Der angesprochene "Zeitgenosse" von 1985 ist für Botschaften aus der Vergangenheit so gut wie unerreichbar (Weltbühne, 6.4.1926).
Der ewig hummelige Wichtigtuer kreist im Bett um sich selbst (Weltbühne, 30.3.1926).
Gegen die Halbherzigkeit mancher Pazifisten, gegen den Nationalismus als Nachfolger der Religion und für das Selbstbestimmungsrecht jedes einzelnen Menschen: "Unser Leben gehört uns. Ob wir feige sind oder nicht, ob wir es hingeben wollen oder nicht -: das ist unsre Sache und nur unsre" (Weltbühne, 30.3.1926).