Bedrückend hellsichtig reimt sich Theobald Tiger zusammen, wie die neue, stramm konservative Juristengeneration wohl im Jahr 1940 Recht sprechen wird (Weltbühne, 5.5.1921).
Kurze Reflexion des Cabaret-Dichters über "die Mühe, die es macht, der deutschen Sprache ein Chanson abzuringen." (Neue Schaubühne, 7.10.1921)
Eine Eloge auf die Akteure des Berliner Unterhaltungstheaters: "Die" Massary brilliert in "Prinzessin Olala" von Jean Gilbert. Fritzi Massary war bis zum Aufkommen der Nazis "die" Berliner Opere...
Kleine Märchenparodie - Die Apotheose eines Schauspielers in der Provinz und ihre Entzauberung: Man misst ihn auch dort am Idol des 1910 verstorbenen Bühnenkünstlers Josef Kainz (Weltbühne 15.9....
Kleines satirisches Sittenbild über einen unverhofften Sittenfilm... (Weltbühne, 7.4.1921)
"Die Hohenzollern sind immer gute Geschäftemacher gewesen..." Ein parteiisches Gerichtsverfahren gegen einen Preußenprinzen - würde wohl ein jüdischer Händler einen für ihn genauso günstigen Pro...
Für alle schwärmt die kleine Ernestine - nur für "Tigern" nicht... (aus: Die Balldame, Erinnerungsblätter an den Presseball 1921, ohne Erscheinungsdatum)
Empörung über die bürokratische Einschränkung der Reisefreiheit in Deutschland: "Wenn bei uns Einer Holz hackt, dann stehen zehn Mann herum und schreiben es auf." (Weltbühne, 17.3.1921).
Ein unbarmherziger Blick in die Gesichter jener Emporkömmlinge, die im Unterhaltungstheater der Gebrüder Rotter in den 20ern die erste Zuschauer-Reihe bevölkern (Weltbühne, 24.2.1921).
"König und Vaterland" als Firmenschild der konservativen "Kreuzzeitung" - die letzten drei Worte im Gedicht sind nur als Gedankenstriche ausgeführt - vorgeblich zensiert vom preußischen Sittenwä...